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Stellenkennung:  8606

Wir suchen für das Institut für Medizinische Informatik (IMI) zum nächstmöglichen Zeitpunkt projektbefristet bis zunächst 30.04.2025 Sie als

Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in

Zusammen mit der Klinik für Augenheilkunde des Universitätsklinikums Münster suchen wir für ein spannendes, interdisziplinäres Großprojekt vier neue Teammitglieder, die die digitale Transformation im Gesundheitswesen mit uns vorantreiben wollen. Das Projekt EyeMatics (Eye Diseases Treated with Interoperable Medical Informatics) wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Förderprogramms „Medizininformatik“ (MII) für insgesamt vier Jahre gefördert (1 Förderphase: 1.3.24 - 30.4.25, 2. Förderphase: 1.5.25 - 29.2.28).

In Deutschland gibt es jährlich rund 10.000 neue Erblindungen, wobei mehr als die Hälfte durch die sogenannte altersbedingte Makuladegeneration und die diabetische Retinopathie verursacht werden. Die „Intravitreale operative Medikamentenapplikation“ (IVOM) ist eine gängige Therapie zur Erhaltung oder Verbesserung des Sehvermögens und zählt mit etwa 1,5 Millionen Eingriffen pro Jahr zu den häufigsten Operationen in Deutschland. Im Vergleich zu klinischen Studien weichen jedoch die Behandlungsergebnisse in der realen Versorgung stark ab und es fehlt an multizentrischen Datenerhebungen aus der täglichen Krankenhausroutine, um Behandlungsprobleme zu verstehen.

Vor diesem Hintergrund sollen reale Behandlungsdaten von Augenpatientinnen und -patienten aus vier Universitätskliniken (Aachen, Greifswald, Münster und Tübingen) und von zwei Rollout-Partnern (Klinikum Chemnitz und Universitätsklinikum Leipzig) aus den jeweiligen Softwaresystemen und Diagnosegeräten extrahiert werden, um einen harmonisierten Datensatz zu erhalten, der die Grundlage für ein neues ophthalmologisches Erweiterungsmodul für die Kerndatensätze der Medizininformatik-Initiative darstellt. Die klinische und technische Koordination des Projektes bündeln sich am Standort Münster.

Der Mehrwert dieses Projekts liegt in der Analyse von klinischen Daten aus der realen Welt, die an verschiedenen Standorten generiert werden und in der aktiven Einbeziehung von Patientinnen und Patienten über von ihnen berichtete Ergebnisse (Mobile Patientenbefragung, MoPat). Klassische statistische Ansätze kombiniert mit Methoden der künstlichen Intelligenz und maschinellem Lernen werden neue Biomarker für die Präzisionsmedizin identifizieren. Ein klinisches Dashboard wird der Demonstrator sein, der zuvor isolierte primäre Quellensysteme verbindet und Echtzeitdaten und neue Biomarker standortübergreifend visualisiert. Die neu geschaffene Datengrundlage wird für neue, maßgeschneiderte klinische Leitlinien in der Ophthalmologie von entscheidender Bedeutung sein.


Aufgabengebiet:

  • Erstellen von Kerndatensatzmodulen in FHIR und Entwicklung einer zugehörigen ETL Pipeline
  • Bereitstellung eins DICOM-Servers für Bilddaten der Augenheilkunde und Entwicklung einer zugehörigen ETL Pipeline
  • Forschung und Implementierung von Maschinellen Lernverfahren insbesondere bei medizinischen Bildern
  • Anpassung und Erweiterung des Data Sharing Frameworks der Medizininformatik-Initiative
  • Umsetzung von Fragebögen mit Hilfe der Mobilen Patientenbefragung (MoPat)
  • Mitarbeit im Projekt PCOR-MII 


Profil:

  • Abgeschlossenes Masterstudium der Medizininformatik, Informatik, Wirtschaftsinformatik oder verwandtes Fach
  • Kenntnisse bzw. Interesse für
    • Medizinische Daten der Augenheilkunde und digitale Patientenbefragungen
    • Softwareentwicklung mit Java, insbesondere dem Spring-Framework
    • Medizinische Datenanalysen mit Python oder R
    • Software als Medizinprodukt
    • Datenintegration, ETL-Prozesse und Data Warehousing in der medizinischen Forschung
  • Gute Deutsch- und Englischkenntnisse


Wir bieten einen attraktiven, anspruchsvollen Arbeitsplatz, um einen nachhaltigen Beitrag zur Behandlung von schweren Augenerkrankungen zu liefern. Ein wichtiger Teil unserer Kultur ist der Austausch untereinander und das Networking. Team-Meetings, Social Events und digitale Formate geben ausreichend Gelegenheit. Selbstverständlich sorgen wir für eine umfassende Einarbeitung in Medizininformatische Grundlagen. Im Rahmen der 2. Förderphase besteht außerdem bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen die Möglichkeit zur Promotion bzw. zur Habilitation.

Weitere Informationen zum IMI finden Sie unter: http://imi.uni-muenster.de.


Bei Rückfragen wenden Sie sich gern an Herrn Prof. Dr. Julian Varghese, T 0251 83-54714 oder Herrn Dr. Tobias Brix, T 0251 83-52526.


Wir freuen uns auf Ihre **Bewerbung über unser Karriereportal bis zum 30.04.2024.


Das Universitätsklinikum Münster ist eines der führenden Krankenhäuser Deutschlands. Eine solche Position erlangt man nicht nur durch Größe und medizinische Erfolge. Wichtig ist das Engagement jedes Einzelnen. Wir brauchen Ihr Engagement, um selbst im Kleinen Großes für unsere Patienten leisten zu können. Dafür bieten wir Ihnen viele Möglichkeiten, damit Sie selbst weiter wachsen können.


Das UKM unterstützt die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und ist daher seit 2010 als familienbewusstes Unternehmen zertifiziert. Es besteht grundsätzlich die Möglichkeit der Teilzeitbeschäftigung. Die Bewerbung von Frauen wird begrüßt; im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften werden Frauen bevorzugt eingestellt. Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung besonders berücksichtigt.


Aufgrund der gesetzlichen Vorgaben ist eine Tätigkeit bei uns nur mit vollständigem Impfschutz gegen Masern möglich.



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